Warnung vor Blaualgen: Auswirkungen auf die Seen Camlough und Craigavon

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Sie gehen an den See, um Sonne zu tanken. Stattdessen findet man grünen Abschaum.

Die Gewässer Nordirlands beherbergen erneut einen giftigen unerwünschten Gast: Blaualgen. Die giftigen Bakterien, die sowohl bei Menschen als auch bei Haustieren zu Hautreizungen und Krankheiten führen, werden nicht so schnell verschwinden. Es ist zur bestimmenden Sommerplage in der Region geworden.

Das Ausmaß ist schwer zu ignorieren. Derzeit sind 248 Blüten im Lough Neagh und anderen Wassersystemen in Nordirland registriert. Das britische Zentrum für Ökologie und Hydrologie stellt fest, dass allein im Juni und Juli 80 davon bestätigt wurden.

Welche Seen sind von Blaualgen befallen?

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Angelegenheiten (Daera) hat bestimmte Gefahrenzonen gekennzeichnet. Camlough Lake in der Nähe von Newry ist einer davon. Das gilt auch für Craigavon ​​Lake.

Für diejenigen, die paddeln, schwimmen oder einfach nur am Wasser sitzen möchten, ist die Botschaft klar. Vermeiden Sie Kontakt. Doch die Warnung schützt nicht nur die Gesundheit. Es tötet das Geschäft.

Wirtschaftliche Folgen durch Algenwarnungen

Karl Toner betreibt einen Kaffeewagen an der Küste von Camlough. Er besitzt außerdem einen Glamping-Platz und einen Paddleboard-Verleih in der Nähe. Vor dem 13. Juli rechnete er mit einem Sommeransturm. Jetzt? Leer.

„Im Sommer geht es hier richtig los“, sagt Toner. „Jetzt haben die Algen es gerade komplett abgetötet.“

Zu den normalen Tagen gehörten Hunderte von Menschen aus ganz Nordirland und darüber hinaus. Morgens bis Mitternacht. Baden. Faulenzen. Ausgaben.

Heute ist es am Ufer ruhig.

Dabei geht es nicht nur um entgangene Kaffeeverkäufe. Es ist ein Dominoeffekt durch den lokalen Tourismus. Wenn das Wasser falsch aussieht, kommen die Leute nicht. Sie gehen woanders hin. Die saisonalen Einnahmen, die kleine Betreiber unterstützen, verschwinden mit dem Warnschild.

Warum Freiwasserschwimmer sich Sorgen machen

Joanne Callan begann 2018 in Camlough mit dem Schwimmen. Sie ist eine ganzheitliche Therapeutin aus Bessbrook. Während der Pandemie-Lockdowns wurde sie Stammgast.

Heute ist sie Teil einer Gemeinschaft von über 100 Freiwasserschwimmern und Kaltwassertauchern. Im Wasser entstanden Freundschaften. Familien spielen im seichten Wasser. Paddleboarder testen ihr Gleichgewicht. Triathlon-Athleten nutzen den See als Trainingsgelände.

„Den See geschlossen zu halten oder den Zugang einzuschränken … würde viele Menschen körperlich, emotional und sozial beeinträchtigen“, sagt Callan.

Der See war ein Bienenstock. Jetzt ist es eine No-Go-Zone.

Die sozialen Kosten sind real. Diese Flecken bestehen nicht nur aus Wasser. Sie sind Treffpunkte. Sie sind Therapie. Es sind Routinen. Wenn man sie wegnimmt, zerbricht eine Gemeinschaft.

Woher kommen Blaualgen?

Sie fragen sich vielleicht, warum das immer wieder passiert. Die Antwort ist chaotisch. Es ist landwirtschaftlich. Es ist industriell. Es ist heimisch.

Warmes Wetter löst normalerweise Blüten aus. Dieses Jahr war der Start langsam. Starke Winde und heftiger Regen sorgten für Unruhe an der Oberfläche. Algen brauchen ruhiges Wasser, um diese großen, sichtbaren Matten zu bilden.

Aber die Bedingungen ändern sich. Es kommt wieder ruhiges Wasser.

Nehmen Sie Lough Neagh. Es basiert auf etwa 40 Jahren angesammeltem Phosphor. Phosphor ernährt Algen. Es wird im Sediment gespeichert.

Jeder Regenschauer spült mehr in den See. Abfluss von landwirtschaftlichen Betrieben. Abwasserüberlauf. Nicht gewartete Klärgruben. Industrieabfälle. Waschmittel aus Haushalten im gesamten Einzugsgebiet.

Der See wird ständig aufgefüllt.

So verhindern Sie Blaualgenblüten

Die einzige wirkliche Lösung besteht darin, die Nährstoffquelle anzugehen. Landwirtschaft und Wasseraufbereitung tragen maßgeblich dazu bei. Aber sie zu beheben ist nicht einfach. Es ist nicht billig.

Es gibt Richtlinien wie das Nutrient Action Program. Ihr Ziel ist es, den Abfluss zu reduzieren. Sie versuchen aufzufangen, was in unsere Flüsse und Seen gespült wird.

Aber es gibt keine schnelle Lösung.

Wir werden die grünen Matten wieder sehen. Wir haben sie schon einmal gesehen. Die Wissenschaft ist klar. Der Phosphor ist da. Das Wetter wird irgendwann mitspielen.

Bleibt die Frage, ob die Infrastruktur mit der Schadstoffbelastung Schritt halten kann.

Im Moment sind die Seen still. Die Schwimmer bleiben zu Hause. Der Kaffeewagen steht still.

Und die Algen fressen weiter.