Es ist wirklich verrückt anzusehen. Du hast es schon einmal gesehen. Das Pferd erstarrte beim Laufen. Die Kamera dreht sich um das Tier, während es trotz der Schwerkraft in der Luft hängt. Es ist ein visueller Haken, der im Gedächtnis haften bleibt. In The Matrix kommt dieser Effekt nur viermal vor. Diese Zurückhaltung schafft Stärke. Es ist beeindruckend, dass der Film es nicht überstrapaziert.
Doch wie erreicht man das eigentlich?
In manchen Fällen ist der Ansatz rudimentär, wie bei einer alten Episode von „Lost in Space“ oder einem einfachen Werbespot. Richten Sie eine Reihe von Fotokameras ein. Vielleicht dreißig. Sie umgeben das Thema. Wenn der Moment des Aufpralls oder des Einfrierens erreicht ist, feuern alle 30 innerhalb derselben Millisekunde genau gleichzeitig. Spielen Sie diese Standbilder der Reihe nach ab. Das Ergebnis ist Rotation. es funktioniert. Es ist ganz einfach.
Die Matrix möchte nicht, dass es einfach ist.
Die Wachowskis wollten etwas Anspruchsvolleres. Sie benötigten eine Drehung des Schauspielers relativ zur Kamera, aber auch eine Bewegung des Schauspielers in Zeitlupe während dieser Drehung. Dies erforderte die Kombination von mindestens fünf verschiedenen Spezialeffekttechniken in einer nahtlosen Aufnahme.
So funktioniert die Bullet-Time
Das Grundset ist eine Fotokamera. Im Gegensatz zum „Lost in Space“-Ansatz nehmen diese Kameras nicht gleichzeitig auf. Sie feuern nacheinander. Sie lösen nacheinander einen Kreis um den Schauspieler aus. Dadurch entsteht eine Reihe versetzter Schnappschüsse.
Schauspieler führen Stunts vor grünem Hintergrund vor. Dadurch können Filmemacher später den Studioboden durch die erforderliche digitale Umgebung ersetzen.
Als nächstes folgt die Drahtarbeit. Schauspieler Keanu Reeves trug ein von der Decke hängendes Geschirr. Das Rig erlaubte es ihm, er konnte nur teilweise fallen oder vollständig schweben. Erzeugt die Illusion des Schwebens.
Sobald das Filmmaterial erfasst ist, werden die Rohdaten zu einem Chaos. Die mit der Kamera aufgenommenen Bilder sind sehr körnig. Man kann die Drähte sehen. Im Bild sind weitere Kameras zu sehen. Techniker müssen diese Fehler beheben. Sie verarbeiten jedes Bild separat anhand einer digitalisierten Version der Aufnahmen.
Nach der Bereinigung greift die Morphing-Software ein und interpoliert zwischen den aufgenommenen Bildern. Diese Software erzeugt ein sanftes Zeitlupengefühl. Dies gibt den Filmemachern die Möglichkeit, die Handlung nach Belieben zu verlangsamen oder zu beschleunigen.
Abschließend wird der computergenerierte Hintergrund auf dem Greenscreen platziert.
Erstellen Sie ein 3D-Modell
Der Prozess ist sehr gründlich. Sie können nicht einfach einen Hintergrund übereinander legen und hoffen, dass es funktioniert. Techniker müssen ein vollständiges 3D-Computermodell der Szene erstellen.
Die Kamerarotation wird durch diese 3D-Umgebung gesteuert. Dies muss mit der physischen Position der Kamera in jedem einzelnen Filmbild übereinstimmen. Wenn der Winkel um einen Bruchteil abweicht, bricht die Illusion.
Das ist eine Menge Arbeit. Ein Bild nach dem anderen. Bild für Bild. Aber das Ergebnis war ein charakteristischer Effekt, der das Actionkino für immer veränderte.
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