Das Abfallproblem: Wie Schlaf das Gehirn reinigt

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Demenz in Schach zu halten, fühlt sich an, als würde man einen Felsbrocken bergauf schieben. Gerade wenn man denkt, dass man es im Griff hat, fallen einem neue Studien in den Schoß.

Wir wissen, dass Ernährung wichtig ist. Bewegung hilft. Denkspiele sind in Ordnung.

Aber dann ist da noch der Rest. Altern. Stress. Depression. Herzkrankheit. Sie fühlen sich nicht verbunden, oder? Bisher. Eine erneute Überprüfung vorhandener Daten deutet auf einen einzigen gemeinsamen Nenner hin. Schlafen. Oder besser gesagt, was Ihr Gehirn damit macht.

Das glymphatische System. Sie haben wahrscheinlich schon davon gehört. Es wurde 2012 von der Neurowissenschaftlerin Maiken Nedergaud entdeckt und ist ein Drainagenetzwerk für das Gehirn. Stellen Sie sich das wie ein nächtliches Hausmeisterteam vor.

Während Sie schlafen, strömt Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit durch Ihren Kopf und spült den Stoffwechselmüll aus, der sich im Wachzustand angesammelt hat. Klebrige Proteine. Tote Zellen. Der Müll, der schließlich zu Alzheimer oder Parkinson wird.

„Viele Erkrankungen, die das Demenzrisiko erhöhen, stören auch den Schlafrhythmus des Gehirns“, sagt Nedergaard.

Das Problem? Schlaf ist nicht nur ein passiver Zustand, in dem Ihr Gehirn abschaltet. Es ist aktiv. Unordentlich. Komplex.

Lange Zeit gingen wir davon aus, dass mehr Schlaf weniger Risiko bedeutet. Jüngste Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Qualität dieses Schlafes darüber entscheidet, ob das Reinigungsteam pünktlich erscheint.

Nedergaud konzentriert sich auf Neuromodulatoren. Chemikalien wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin. Sie regulieren die Stimmung. Motivation. Schlafen. Während des tiefen Nicht-REM-Schlafs pulsieren diese Chemikalien zusammen. Etwa alle 50 Sekunden einmal. Ein Rhythmus.

Dieser Rhythmus drückt die Blutgefäße im Gehirn zusammen. Sanft. Es entstehen Wellen, die Flüssigkeit durch das Gewebe drücken.

Wenn dieser Rhythmus bricht, stirbt die Welle.

Chronischer Stress bringt den Rhythmus durcheinander. Das Alter macht es kaputt. Bestimmte Medikamente zerstören es. Plötzlich hält das Gehirn den Abfall fest, den es schon vor Stunden hätte wegwerfen sollen.

Verursacht dies Demenz? Wir wissen es immer noch nicht genau. Der Kausalzusammenhang ist unklar. Schwer zu fassen. Aber das Muster ist da. Schlafstörungen könnten der stille Verstärker anderer Gesundheitskrisen sein.

Es stellt sich heraus, dass Schlaf ein Zustand des Flüssigkeitstransports ist. Nicht nur eine Reset-Taste. Ein Waschmaschinenzyklus. Was passiert Ihrer Meinung nach, wenn Sie den Zyklus mitten im Spülvorgang unterbrechen?

Du wachst schmutzig auf.