Abwasser ist schmutzig. Dabei handelt es sich um dicken, komplexen Schlamm, der Schwermetalle, überschüssige Nährstoffe und Spezialchemikalien enthält und den das moderne Leben in den Abfluss spült. Wir dachten, es sei ein Abfallproblem. Wissenschaftler sehen darin nun eine Bergbauchance.
Die Extraktion dieser Stoffe dient nicht nur Reinigungszwecken. Ziel ist es, den weltweit wachsenden Bedarf an natürlichen Ressourcen auszugleichen. Wenn wir aus dem Abwasser etwas Wertvolles gewinnen können, reduzieren wir die Notwendigkeit, es aus dem Boden zu graben. Das Konzept der Ressourcenrückgewinnung verändert sich rasant. Wissenschaftler entwickeln verschiedene Techniken, um diesen flüssigen Abfall in etwas Nützliches umzuwandeln.
Wasser für den realen Gebrauch zurückgewinnen
Der Fokus beschränkt sich auf bestimmte wertvolle Ergebnisse. Im Allgemeinen liegt der Hauptzweck im Recycling und der Wiederverwendung. Aufbereitetes Wasser kann nicht mehr nur „sicher freigesetzt“ werden, sondern ist ein Produkt.
Das Ziel ist nicht mehr nur die Aufbereitung, sondern die aktive Rückgewinnung von Wasser für hochwertige Anwendungen.
Zur Bewässerung wird aufbereitetes Wasser verwendet. Landwirte brauchen Wasser. Städte brauchen Wasser. Die Verwendung von recyceltem Wasser in der Landwirtschaft kann den Druck auf das Süßwasser verringern. Es dient auch als Quelle der Grundwasserneubildung. Der Grundwasserspiegel wird durch die Rückführung von aufbereitetem Wasser in den Grundwasserleiter aufrechterhalten. Dies ist in trockenen Gebieten wichtig.
Auch die Freizeitnutzung ist ein wichtiger Bereich. Denken Sie an Parks, Golfplätze und künstliche Seen. Diese benötigen kein Trinkwasser. Durch die Verwendung von recyceltem Wasser wird Trinkwasser für den menschlichen Gebrauch eingespart. Dies ist eine praktische Lösung für das wachsende Knappheitsproblem.
Warum ist das jetzt wichtig?
Die Technologie entwickelt sich ständig weiter, weil die alten Methoden nicht mehr gut genug sind. Wir filtern nicht mehr nur Feststoffe. Wir konzentrieren uns auf chemisches Recycling und Nährstoffrecycling. Beispielsweise ist Phosphor, der in Düngemitteln verwendet wird, eine begrenzte natürliche Ressource. Abwasser enthält es. Recycling bedeutet, dass es zur Düngung von Feldfrüchten verwendet werden kann, ohne dass mehr Gestein abgebaut werden muss.
Das ist keine weit hergeholte Fantasie. Es passiert. Der Übergang von der „Abfallentsorgung“ zur „Ressourcenrückgewinnung“ verändert alles. Es verwandelt eine Verbindlichkeit in einen Vermögenswert. Es verändert die Art und Weise, wie Gemeinden mit Wasser umgehen. Es verändert die Art und Weise, wie wir über den Wert dessen denken, was im Abfluss landet.
Die Frage ist nicht, ob wir das tun werden. Es ist wie schnell. Die Technologie ist bereit. Der Bedarf ist dringend. Es bleibt nur noch die Umsetzung.