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Disneys vergessene Weltraumoper: Die seltsame Geschichte von „The Black Hole“

In einer von Star Wars dominierten Ära versuchte Disney 1979 mit „The Black Hole“ einen eigenen interstellaren Blockbuster auf den Markt zu bringen. Das Ergebnis war ein bizarrer, klanglich inkonsistenter Film, der an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurückblieb und eine merkwürdige Fußnote in der Geschichte des Studios bleibt. Während Star Wars jetzt Disney gehört, war sein früher Versuch, mit George Lucas‘ Weltraumoper zu konkurrieren, eine Fehleinschätzung, die eine Zeit der Unsicherheit innerhalb des Unternehmens nach Walt Disneys Tod verdeutlicht.

Das Wettrennen ins All: Disneys später Einstieg

In den späten 1970er Jahren kämpfte Hollywood darum, aus dem Erfolg von Star Wars Kapital zu schlagen. Die Studios beeilten sich, ihre eigenen Weltraumabenteuer zu erschaffen, vom kitschigen Flash Gordon bis zum ernsteren Star Trek: The Motion Picture. Disney war jedoch aus dem Takt geraten. Vor seiner aktuellen Dominanz durch Übernahmen wie Marvel und Pixar kämpfte das Studio darum, seine Identität zu definieren, gefangen zwischen animierten Klassikern und inkonsistenten Live-Action-Projekten.

Das ursprüngliche Konzept für „The Black Hole“, ursprünglich „Space Station One“ genannt, begann als Katastrophenfilm im Stil von The Towering Inferno. Als Star Wars startete, schwenkte Disney um und versuchte, eine Weltraumoper auf das bestehende Drehbuch zu übertragen. Diese Entscheidung führte zu einem Film, der unzusammenhängend wirkte und Elemente harter Science-Fiction mit Cartoon-Robotern und bizarren Charakterdynamiken vermischte.

Eine verwirrte Produktion

Die Produktion des Films war von Unsicherheit geprägt. Regisseur Gary Nelson lehnte das Projekt zunächst ab, unbeeindruckt vom unvollendeten Drehbuch. Schließlich ließ er sich von Peter Ellenshaws Produktionsgemälden überzeugen, die die visuell beeindruckende USS Cygnus zeigten, ein Raumschiff, das trotz der anderen Mängel des Films herausragte.

Zur Besetzung gehörten Robert Forster, Anthony Perkins und Ernest Borgnine in einer ungewöhnlichen Rolle als Journalist an Bord eines Raumschiffs. Im Film waren auch zwei Roboter zu sehen: VINCENT, gesprochen von Roddy McDowall, und Old BOB, gesprochen von Slim Pickens. Diese Charaktere, kombiniert mit einer verwirrenden Handlung um ein vermisstes Forschungsschiff und einen Wissenschaftler, der davon besessen ist, in ein Schwarzes Loch einzudringen, schufen einen Film, der das Publikum verblüffte.

Ein alptraumhaftes Finale

Der berüchtigtste Aspekt von „The Black Hole“ ist sein Ende. Dem ursprünglichen Drehbuch fehlte ein Abschluss, was die Filmemacher dazu zwang, eine Sequenz zu improvisieren, die Anleihen bei „2001: Odyssee im Weltraum“ nahm, aber in den surrealen Horror überging. Der Höhepunkt ist das Eintauchen des Schiffes in das Schwarze Loch, gefolgt von einem abrupten Übergang zu einer wörtlichen Darstellung von Himmel und Hölle, komplett mit Engelsfiguren und einem Wissenschaftler, der in einem Roboter in einer feurigen Landschaft gefangen ist.

Dieses bizarre Ende, kombiniert mit der allgemeinen tonalen Inkonsistenz des Films, entfremdete Kritiker und Publikum. Trotz einer Marketingoffensive mit Actionfiguren konnte „The Black Hole“ nicht an den Erfolg von Star Wars oder gar Star Trek anknüpfen.

Eine Lektion gelernt

Disneys Versuch, die Star Wars -Formel zu reproduzieren, erwies sich als katastrophal. Das Studio erwarb später Lucasfilm und besaß damit praktisch genau das Franchise, mit dem es einst zu konkurrieren versuchte. „Das schwarze Loch“ bleibt eine warnende Geschichte – eine Erinnerung daran, dass das einfache Kopieren einer Erfolgsformel noch keinen Erfolg garantiert. Das Scheitern des Films unterstrich Disneys Bedarf an einer stärkeren kreativen Ausrichtung und führte schließlich zu einer aggressiveren Strategie, etablierte Franchises zu erwerben, anstatt zu versuchen, von Grund auf neue zu schaffen.

Am Ende musste Disney auf die harte Tour lernen, dass man einige kosmische Kuriositäten am besten unerforscht lässt.

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