Eine umfassende Überprüfung von 43 wissenschaftlichen Studien hat keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft und einem erhöhten Risiko für Autismus oder andere neurologische Entwicklungsstörungen bei Kindern festgestellt. Die am Freitag in The Lancet veröffentlichten Ergebnisse widerlegen wirksam die jüngsten Behauptungen, wonach das Schmerzmittel (allgemein bekannt als Tylenol) eine Bedrohung für die Gehirnentwicklung des Fötus darstellt.
Widersprüchliche Forschung gelöst
Frühere Studien zu diesem Thema lieferten inkonsistente Ergebnisse, wobei einige keinen Zusammenhang meldeten und andere auf einen geringfügigen Anstieg des Risikos hinwiesen. Diese neue Metaanalyse unter der Leitung von Dr. Asma Khalil vom St. George’s Hospital der University of London liefert die bisher eindeutigsten Beweise. Dr. Khalil erklärte während einer Pressekonferenz: „Wir haben keinen klinisch bedeutsamen Anstieg des Risikos für Autismus, ADHS oder geistige Behinderung festgestellt.“
Die Erstbehandlung bleibt sicher
Laut Dr. Khalil bleibt Acetaminophen die empfohlene Erstbehandlung gegen Schmerzen und Fieber während der Schwangerschaft. Denn unbehandeltes mütterliches Fieber kann ein Gesundheitsrisiko sowohl für die Mutter als auch für den sich entwickelnden Fötus darstellen. Medizinische Gruppen, darunter das American College of Obstetricians and Gynecologists, haben diese Haltung konsequent unterstützt.
Politische Behauptungen entlarvt
Die Ergebnisse der Studie widersprechen direkt den unbegründeten Behauptungen des ehemaligen Präsidenten Trump und Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr., der schwangere Frauen öffentlich dazu drängte, Paracetamol zu meiden, basierend auf der unbewiesenen Theorie, dass es Autismus verursacht. Diese Behauptungen werden nicht durch wissenschaftliche Beweise gestützt und ignorieren die bekannten Risiken, die entstehen, wenn Fieber während der Schwangerschaft unbehandelt bleibt.
Die Debatte über die Sicherheit von Paracetamol in der Schwangerschaft wirft ein Schlaglicht auf das umfassendere Problem der Fehlinformationen in der öffentlichen Gesundheit. Während einige Bedenken hinsichtlich der Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft berechtigt sind, kann die Verbreitung unbegründeter Befürchtungen ohne wissenschaftliche Unterstützung sowohl werdenden Müttern als auch dem Vertrauen der Öffentlichkeit in medizinisches Fachpersonal schaden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die überwältigende Beweislast nun bestätigt, dass die Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft das Risiko von neurologischen Entwicklungsstörungen bei Kindern nachweislich nicht erhöht und weiterhin eine sichere und wirksame Behandlung für mütterliches Fieber und Schmerzen darstellt.






























