NASA erwägt wegen medizinischer Probleme vorzeitige Rückkehr des Astronauten zur ISS

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Die NASA prüft die Möglichkeit, die vier Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) früher als geplant zur Erde zurückzubringen, da eines der Besatzungsmitglieder medizinische Bedenken hat. Die Agentur gab am Mittwoch bekannt, dass ein geplanter Weltraumspaziergang infolgedessen verschoben wurde, obwohl der Zustand des betroffenen Astronauten derzeit als stabil gemeldet wird.

Medizinische Bedenken fordern Überprüfung des Missionszeitplans

Das Gesundheitsproblem, das die NASA zum Schutz der Privatsphäre des Astronauten nicht öffentlich dargelegt hat, hat die Beamten dazu veranlasst, alle Optionen in Betracht zu ziehen, einschließlich einer beschleunigten Rückkehr der Crew-11-Mission. In einem Update vom Donnerstagmorgen erklärte die NASA, sie prüfe „aktiv alle Optionen, einschließlich der Möglichkeit eines früheren Endes der Mission von Crew-11“.

Dies ist keine Routineentscheidung. Eine frühzeitige Rückkehr von der ISS ist kostspielig und logistisch komplex, aber die Sicherheit der Astronauten hat für die NASA weiterhin oberste Priorität. Die Agentur und ihre internationalen Partner verfügen über Notfallpläne für solche Notfälle und werden innerhalb der nächsten 24 Stunden weitere Updates bereitstellen.

Crew-11 und aktuelle ISS-Operationen

Die Crew-11-Mission besteht aus den NASA-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke sowie der japanischen Astronautin Kimiya Yui und dem Kosmonauten Oleg Platonov von Roskosmos. Das Team traf am 2. August 2025 auf der ISS ein und näherte sich dem Ende eines standardmäßigen sechsmonatigen Orbitalaufenthalts.

Der verschobene Weltraumspaziergang hätte von Cardman und Fincke durchgeführt werden sollen. Eine frühere Rückkehr der Besatzung nach Hause würde ihre Mission zwar etwas verkürzen, den Gesamtzeitplan für den ISS-Betrieb jedoch nicht drastisch verändern.

Warum das wichtig ist

Die ISS ist eine wichtige Plattform für wissenschaftliche Forschung und internationale Zusammenarbeit im Weltraum. Medizinische Notfälle an Bord können den Betrieb stören und Fragen zu den Sicherheitsprotokollen für Astronauten aufwerfen. Die Tatsache, dass die NASA offen über eine baldige Rückkehr nachdenkt, unterstreicht den Ernst der Lage, unterstreicht aber auch das Engagement der Agentur, dem Wohlergehen der Besatzung Vorrang vor Missionsplänen zu geben.

Dieser Vorfall wird wahrscheinlich eine Überprüfung der medizinischen Fähigkeiten an Bord und der Notfallreaktionsverfahren für zukünftige ISS-Missionen auslösen. Die Entscheidung, die Besatzung früher nach Hause zu bringen, wird, wenn sie getroffen wird, einen Präzedenzfall für den Umgang mit ähnlichen Situationen in der Zukunft schaffen.