Himmelsbeobachter auf der Südhalbkugel erlebten im Jahr 2025 einen außergewöhnlichen Anblick: Die Planeten Mars und Venus schienen den Bienenstockhaufen (Messier 44) zu durchqueren und dabei markante gepunktete Pfade durch das dichte Sternenlichtfeld zu zeichnen. Dieses zusammengesetzte Zeitrafferfoto, aufgenommen vom Astrofotografen Petr Horálek, veranschaulicht dieses seltene Himmelsereignis wunderschön.
Eine monatelange Ausrichtung
Das Bild ist keine einzelne Nachtaufnahme; Es handelt sich um eine sorgfältig konstruierte Zusammensetzung. Der Mars verfolgte seinen Weg durch den Bienenstock von Ende April bis Anfang Mai 2025, während Venus Monate später folgte und von Ende August bis Anfang September einen kurzen Auftritt hatte. Die einzelnen Erscheinungen erforderten wochenlange engagierte Beobachtung und Montage.
Was macht den Bienenstock so besonders?
Messier 44, auch bekannt als Praesepe, ist ein markanter offener Sternhaufen mit etwa 1.000 Sternen, der etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Krebs liegt. Es ist einer der nächstgelegenen und am dichtesten gepackten offenen Sternhaufen, die von unserem Planeten aus sichtbar sind. Dies macht es zu einer idealen „Leinwand“ für Planetenanordnungen, bei denen sich helle Planeten vor dem Hintergrund entfernter Sterne zu bewegen scheinen.
Warum das wichtig ist
Die scheinbare Bewegung von Planeten relativ zu den Sternen ist eine grundlegende Beobachtung in der Astronomie. Das Wort „Planet“ selbst leitet sich vom altgriechischen Begriff für „Wanderer“ ab und spiegelt diese wahrgenommene Bewegung wider. Der Anblick einer visuellen Spur wie dieser – bei der sich Planeten nachweislich Nacht für Nacht an unterschiedlichen Positionen befinden – macht dieses abstrakte Konzept jedoch konkret.
Die Nähe des Bienenstocks zur Ekliptik (der Ebene des Sonnensystems) macht ihn zu einem häufigen Treffpunkt für Planeten. Die Konjunktion von Mars und Venus im selben Jahr ist eine lebhafte Erinnerung daran, dass diese Himmelskörper eine gemeinsame Umlaufbahn haben und dass bestimmte Deep-Sky-Objekte so positioniert sind, dass sie diese dramatischen Ausrichtungen erzeugen.
Dieses zusammengesetzte Bild unterstreicht die dynamische Natur unseres Sonnensystems und zeigt, wie sich Planeten im Verhältnis zu entfernten Sternhaufen bewegen. Es ist ein Beweis für die Schönheit und Präzision der Himmelsmechanik.





























