Wanderalbatros in Kalifornien 3.300 Meilen vom Kurs entfernt gesichtet

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Wanderalbatros in Kalifornien 3.300 Meilen vom Kurs entfernt gesichtet

Ein seltener Wellenalbatros – eine Art, die typischerweise vor den Küsten Südamerikas und der Galapagosinseln vorkommt – wurde am 23. Januar beim Flug in der Nähe der Küste Zentralkaliforniens beobachtet. Die Sichtung durch die Meeresornithologin Tammy Russell an Bord des Forschungsschiffs Reuben Lasker gilt als äußerst ungewöhnlich, da sich der Vogel über 3.300 Meilen außerhalb seines normalen Lebensraums befand.

Unerwarteter Besucher

Russell, ein Postdoktorand an der University of California in San Diego, entdeckte den Albatros etwa 23 Meilen südwestlich von Piedras Blancas, etwa 90 Meilen südlich von Monterey. Sie beschrieb den Moment als schockierend und bemerkte den deutlichen gelben Schnabel und das entspannte Flugmuster des Vogels. Die Sichtung war besonders bemerkenswert, da Russell über umfangreiche Erfahrung bei der Untersuchung der Migrationsmuster von Seevögeln verfügt.

Warum das wichtig ist

Ornithologen kategorisieren solche extremen Verbreitungsgebietserweiterungen als „landstreichende“ Ereignisse. Auch wenn diese Vorkommnisse nicht völlig ungewöhnlich sind, sind sie doch selten und können wertvolle Einblicke in die Anpassungsfähigkeit von Arten und die Auswirkungen veränderter Umweltbedingungen liefern. Die Anwesenheit eines Wellenalbatros so weit im Norden wirft Fragen zu möglichen Veränderungen der Meeresströmungen, der Nahrungsverfügbarkeit oder ungewöhnlichen Wetterbedingungen auf, die den Vogel möglicherweise vom Kurs abgekommen haben.

Fernreisender

Die Reise des Albatros aus seinem gewohnten Revier ist bedeutsam. Die Art ist bei der Nahrungssuche auf spezifische ozeanische Bedingungen angewiesen, und ein derart langer Flug deutet entweder auf einen schwerwiegenden Navigationsfehler oder eine verzweifelte Suche nach Ressourcen hin. Diese Art von Ereignissen kommt immer häufiger vor, da sich der Klimawandel verändert und Seevögel einem zunehmenden Druck durch menschliche Aktivitäten ausgesetzt sind.

Die Sichtung unterstreicht die Vernetzung der Meeresökosysteme und zeigt, wie selbst die entlegensten Arten von größeren Umweltveränderungen betroffen sein können. Die Untersuchung von Landstreichern wie diesem bietet einen entscheidenden Einblick in die Reaktion der Tierwelt auf eine sich schnell verändernde Welt.