Dieses Wochenende bietet eine außergewöhnliche Gelegenheit, Jupiter, den größten Planeten unseres Sonnensystems, in seiner höchsten Helligkeit zu erleben. Am Samstag, dem 10. Januar, erreicht Jupiter die Opposition – eine Himmelsausrichtung, bei der die Erde direkt zwischen Jupiter und der Sonne steht. Diese Konfiguration lässt Jupiter am östlichen Abendhimmel bemerkenswert hell erscheinen und die ganze Nacht über konstant leuchten.
Warum das wichtig ist: Ein seltenes himmlisches Ereignis
Jupiters Opposition ist nicht nur ein schöner Anblick; Dies ist eine ideale Gelegenheit zur Beobachtung, da der Planet bei Sonnenuntergang aufgeht, gegen Mitternacht seinen höchsten Punkt erreicht und im Morgengrauen untergeht. Diese erweiterte Sicht macht es sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Sterngucker zugänglich. Die Ausrichtung bedeutet auch, dass Jupiter größer und heller erscheint als zu jeder anderen Jahreszeit, sodass Details wie seine Wolkenbänder und Monde leichter zu beobachten sind.
So erkennen Sie Jupiter
Sie benötigen keine spezielle Ausrüstung, um Jupiter zu sehen. Es wird wochenlang jeden Stern am Nachthimmel mit einer Helligkeit von -2,7 überstrahlen (hellere Objekte haben in der Astronomie niedrigere Werte). Suchen Sie danach im Sternbild Zwillinge, in der Nähe der hellen Sterne Pollux und Castor.
- Mit bloßem Auge: Jupiter erscheint als heller, gleichmäßiger Lichtpunkt.
- Fernglas (8×42 oder 10×50): Sie können Jupiter als kleine Scheibe auflösen und seine vier größten Monde – Io, Europa, Ganymed und Callisto – als winzige Lichtpunkte neben dem Planeten sehen. Ihre Positionen werden sich jede Nacht ändern.
- Teleskop: Ein Teleskop enthüllt noch mehr Details. Okulare mit geringer Vergrößerung werden Jupiters Wolkenbänder zeigen, während eine stärkere Vergrößerung möglicherweise den Großen Roten Fleck erkennen lässt, einen jahrhundertealten Sturm, der auf der Südhalbkugel des Planeten tobt.
Jenseits von Jupiter: Saturn und zukünftige Konjunktionen
Während Jupiter den aktuellen Nachthimmel dominiert, ist Saturn nach Sonnenuntergang auch weiter unten im Südwesten sichtbar. Obwohl seine Ringe schwächer sind, bleiben sie durch ein Teleskop sichtbar.
„Jupiter wird nach der Opposition nicht verschwinden. Am 9. Juni wird er am Dämmerungshimmel eine auffällige Dreifachkonjunktion mit Venus und Merkur bilden. Dann, am 15. November, trifft er kurz vor Sonnenaufgang in einer spektakulären engen Konjunktion auf den Mars.“
Die nächste Jupiter-Opposition findet erst am 6. Februar 2027 statt, was die Besichtigung dieses Wochenendes zu etwas ganz Besonderem macht. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, den „König der Planeten“ von seiner schönsten Seite zu erleben.
