Außerirdische Zivilisationen signalisieren möglicherweise mit Licht, nicht mit Radiowellen

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Forscher vermuten, dass fortgeschrittene außerirdische Zivilisationen möglicherweise über Lichtblitzmuster kommunizieren, ähnlich wie Glühwürmchen, eine Methode, die von aktuellen Suchmethoden leicht unbemerkt bleiben könnte. Diese Idee stellt die vorherrschende Annahme in Frage, dass der Kontakt mit Außerirdischen menschlicher Kommunikation, beispielsweise Funkübertragungen, ähneln würde.

Die Grenzen aktueller Suchen

Seit Jahrzehnten konzentriert sich die Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) hauptsächlich auf die Erkennung von Radiosignalen oder großen technologischen Strukturen wie Dyson-Kugeln – hypothetischen Megastrukturen, die um Sterne herum gebaut sind. Dieser Ansatz basiert auf der Überzeugung, dass fortgeschrittene Zivilisationen ähnliche Technologien wie unsere nutzen würden. Diese Perspektive könnte jedoch zu eng sein: Die Annahme, dass sich außerirdische Intelligenz auf eine Weise manifestiert, die wir erkennen, könnte dazu führen, dass wir weitaus subtilere, aber ebenso gültige Formen der Kommunikation übersehen.

Blinksignale: Eine natürliche Alternative

Die neue, auf arXiv hochgeladene Studie legt nahe, dass außerirdische Zivilisationen möglicherweise blinkende Lichter für die Fernsignalisierung bevorzugen. Diese Methode ist von Glühwürmchen auf der Erde inspiriert, die Biolumineszenz zur Kommunikation nutzen. Blitze können komplex und spezifisch sein und eine komplexe Kommunikation ermöglichen. Noch wichtiger ist, dass sie weit verbreitet werden könnten und als sich wiederholendes Leuchtfeuer fungieren könnten, das über interstellare Entfernungen hinweg sichtbar ist.

Die Forscher analysierten Daten von über 150 Pulsaren, sich schnell drehenden Neutronensternen, die regelmäßige Strahlen elektromagnetischer Strahlung aussenden, als Modell dafür, wie solche Signale aussehen könnten. Obwohl keine künstlichen Signale entdeckt wurden, stellte die Studie Ähnlichkeiten zwischen Pulsaren und Glühwürmchenblitzen fest, was darauf hindeutet, dass die Unterscheidung zwischen natürlichen und künstlichen Lichtmustern schwierig sein könnte.

Warum Licht? Die Evolution der Kommunikation

Der Übergang zur lichtbasierten Kommunikation könnte ein natürlicher Fortschritt für langlebige Zivilisationen sein. Auf der Erde lässt die zunehmende Abhängigkeit von der Satellitenkommunikation unseren Planeten bereits aus der Ferne „funkstill“ erscheinen. In ähnlicher Weise könnten fortgeschrittene Außerirdische die Grenzen von Radiowellen überwinden und fokussiertere und energieeffizientere Lichtsignale bevorzugen.

„Kommunikation ist ein grundlegendes Merkmal des Lebens … die Berücksichtigung nichtmenschlicher Kommunikation ist unerlässlich, wenn wir unsere Intuition darüber erweitern wollen, wie außerirdische Kommunikation aussehen könnte.“ – Estelle Janin, Arizona State University

Jenseits der anthropozentrischen Voreingenommenheit

Das Kernargument ist einfach: Wir müssen bedenken, dass außerirdische Zivilisationen auf völlig andere Weise denken und kommunizieren können als Menschen. Die Annahme, sie würden Radiowellen nutzen oder riesige Strukturen bauen, ist eine Form anthropozentrischer Voreingenommenheit. Die Forscher ermutigen Wissenschaftler, Erkenntnisse aus Tierkommunikationsstudien zu ziehen, insbesondere solchen, die nichtmenschliche Signalmethoden erforschen.

Diese Studie ist ein Gedankenexperiment, das die Grenzen von SETI erweitern und Forscher dazu einladen soll, unkonventionelle Kommunikationsstrategien zu erkunden. Die Suche nach außerirdischer Intelligenz muss über menschenzentrierte Annahmen hinausgehen.

Die Vorstellung, dass Außerirdische möglicherweise bereits deutlich sichtbare Signale mit Lichtmustern senden, die wir noch nicht zu erkennen gelernt haben, wirft eine zwingende Frage auf: Welche anderen Formen außerirdischer Kommunikation übersehen wir?