28 Jahre später: Die Infizierten entwickeln sich weiter und die Menschheit muss sich anpassen

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Alex Garlands 28 Years Later -Trilogie ist nicht nur eine Fortsetzung des Kult-Horrorklassikers 28 Days Later ; Es ist eine brutale, intellektuelle Erweiterung des Zombie-Genres. Die Filme analysieren Gewalt, gesellschaftlichen Verfall und die eigentliche Natur dessen, was es bedeutet, ein Mensch in einer Welt zu sein, die von Infizierten überrannt wird. Der mittlere Teil, „The Bone Temple“ unter der Regie von Nia DaCosta, wirft unangenehme Fragen über Evolution, Moral und die Frage auf, ob die traditionelle „Wir gegen sie“-Dynamik zwischen Überlebenden und Infizierten immer noch anhält.

Die Infizierten verändern sich

Das Original „28 Days Later“ führte den „Rage-Virus“ ein und verwandelte Menschen in hyperaggressive Killer. Aber diese neue Trilogie verkompliziert diese einfache Prämisse. 28 Years Later (2025) enthüllte, dass die Infizierten spezialisieren – und sich über geistlose Horden hinaus entwickeln. Das Auftauchen von „Alphas“ wie Samson, die zu strategischem Denken fähig sind, legt nahe, dass es sich bei den Infizierten nicht nur um Tiere handelt; sie werden zu etwas ganz anderem.

Diese Entwicklung ist nicht auf Alphas beschränkt. The Bone Temple stellt die „Jimmys“ vor, eine furchteinflößende Bande von Jugendlichen, die sich in rituelle Brutalität verfallen haben. Ihrer Identität beraubt und im Gewand des in Ungnade gefallenen Entertainers Jimmy Savile agieren sie als Kollektiv unter dem brutalen Kommando von Sir Lord Jimmy Crystal. Ihr Rückschritt wirft eine beunruhigende Frage auf: Ist die Menschheit selbst zu einem ähnlichen moralischen Zusammenbruch fähig?

Die Grenzen zwischen Infiziertem und Mensch verschwimmen

Die Serie fordert uns immer wieder dazu auf, unsere Sicht auf die Infizierten zu überdenken. Dr. Ian Kelson, eine wiederkehrende Figur, verbringt seine Zeit damit, Samson, den Alpha, zu studieren. Durch morphininduzierte Zustände und Beobachtung beginnt Kelson, bei den Infizierten Anzeichen eines höheren Bewusstseins zu erkennen. Er fragt sich, ob Samson Erinnerungen behält, ob er sich nach Frieden sehnt oder ob er einfach in einem ewigen Zustand animalischer Glückseligkeit existiert.

Diese Untersuchung führt Kelson zu einer überraschenden Erkenntnis: Die Grenze zwischen Infiziertem und Mensch könnte verschwinden. Die Filme legen nahe, dass es sich bei den Infizierten nicht nur um geistlose Monster handelt; Sie entwickeln sich weiter und stellen möglicherweise Aspekte ihres früheren Selbst wieder her. Jahrzehnte nach Beginn des Ausbruchs könnte die starre Trennung zwischen „sauber“ und „infiziert“ eine falsche Dichotomie sein. Die Serie stellt die eigentliche Vorstellung davon in Frage, was die Menschheit ausmacht.

Die Zukunft des Franchise

Der Knochentempel bietet keine einfachen Antworten. Es zwingt das Publikum, sich mit unbequemen Wahrheiten über Gewalt, Rückschritt und das Potenzial für Evolution unter den schrecklichsten Umständen auseinanderzusetzen. Der Film deutet an, dass sich unser Verständnis der Infizierten weiterentwickeln muss. Während sich die Trilogie ihrem Ende nähert, entsteht die Möglichkeit, dass die Infizierten nicht nur überleben, sondern die Erde erben oder sogar zu den Helden der Geschichte werden. Der nächste Teil verspricht, diese Grenzen noch weiter zu verschieben und lässt das Publikum sich fragen, ob es sich überhaupt lohnt, die Menschheit zu retten.

Das zentrale Argument der Serie dreht sich nicht um das Überleben der Apokalypse; Es geht darum, was nach dem Überleben passiert, wenn sich die Regeln geändert haben und die Monster möglicherweise menschlicher sind als wir.