Teresa Berganza: Die Mezzosopranistin, die Rossini und Mozart definierte

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Teresa Berganza sang nicht nur Oper. Sie besaß das Koloraturrepertoire. Die spanische Mezzosopranistin verstarb am 13. Mai 2022 in San Lorenzo de El Escorial. Sie war 89 Jahre alt. Mit ihrem Tod endete ein Kapitel über eine der markantesten Stimmen des 20. Jahrhunderts.

Als Teresa Berganza y García am 16. März 1933 in Madrid geboren, wuchs sie mit der Musik im Blut auf. Sie studierte am Madrider Konservatorium. Diese Ausbildung hat sich schnell ausgezahlt. Bereits 1955 trat sie als Konzertsängerin in Madrid auf. Es folgten die Führungen. Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland. Sie reiste mit einem Repertoire, das sie bereits auszeichnete, durch Europa.

Wie Teresa Berganza die Rossini-Rolle revolutionierte

Was hat sie berühmt gemacht? So ging sie mit Mozart und Rossini um. Insbesondere die hochfliegenden Koloraturrollen. Diese Teile erfordern Beweglichkeit. Sie verlangen Präzision. Berganza hatte beides.

Ihr Bühnendebüt gab sie 1957. Veranstaltungsort war das Aix-en-Provence Festival in Frankreich. Sie sang die Dorabella in Mozarts „Cosi fan tutte“. Es war ein solider Anfang. Aber die wirklichen Durchbrüche kamen schnell.

Im Jahr 1958 war der Kalender voll. An der Mailänder Scala trat sie als Isabella in Rossinis „L’italiana in Algeri“ auf. Im selben Haus übernahm sie auch die Rolle des Le Comte Ory. Im selben Jahr flog sie nach Glyndebourne in East Sussex, England, um den Cherubino in „Le nozze di Figaro“ zu singen. Sie war auch in Dallas, Texas, und nahm es erneut mit Isabella auf. Die Arbeitsbelastung war hoch. Der Beifall war größer.

Der Rosina-Benchmark und das Debüt an der Metropolitan Opera

1960 sang sie die Rosina in Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ am Covent Garden in London. Diese Rolle wurde zum Maßstab für ihre Karriere. Es zeigte ihr komisches Timing. Es betonte ihr stimmliches Funkeln. Kritiker lobten ihre Fähigkeit, schwierige Passagen mühelos erscheinen zu lassen.

Als nächstes kam die Met. 1967 gab Berganza ihr Debüt an der Metropolitan Opera in New York City. Sie kehrte zu Le nozze di Figaro zurück. Es war ein Homerun für das amerikanische Publikum, das sie bisher nur auf Schallplatten oder im Radio gehört hatte. Ihre Präsenz auf der Bühne war magnetisch.

Sie hörte hier nicht auf. Berganza trat in vielen der großen Opernhäuser der Welt auf. Ihre Karriere beschränkte sich nicht nur auf die Bühne. Sie war eine hervorragende Konzertsängerin. Sie tourte ausgiebig, oft in Begleitung ihres Mannes Felix Lavilla. Er war Pianist und Komponist. Sie bildeten auf und neben der Bühne ein beeindruckendes Team.

Warum ihr Vermächtnis heute wichtig ist

Warum reden wir also immer noch über sie? Weil sie neu definiert hat, was eine Mezzosopranistin leisten kann. Vor ihr war die Kategorie oft starr. Berganza hat diese Mauern durchbrochen. Sie brachte Rossini eine Klarheit, die ihm gefehlt hatte. Sie verlieh Mozart ein dramatisches Gewicht, das die Charaktere über die bloße Karikatur hinaus erhob.

Ihr Einfluss erstreckt sich auch auf Sänger, die nach ihr kamen. Wenn Sie eine moderne Rosina hören, sind Sie es oft